Saaz ist ein Star unter den europäischen Hopfensorten. Erstmals 1952 als Hopfensorte registriert, erfreute er sich so großer Beliebtheit, dass aus ihm fast ein Dutzend weiterer Hopfensorten gezüchtet wurden (darunter auch der neuseeländische Motueka!). Allein in Tschechien wird Saaz auf fast drei Vierteln der Anbaufläche angebaut.
Es wird offenbar auch in den USA angebaut (allerdings nicht biologisch), wo es zwei- bis dreimal so viele Alpha-Säuren enthält. Sein hoher Farnese-Gehalt verleiht ihm einen warmen, holzigen und kräuterartigen Charakter. Bemerkenswert ist auch sein hoher Polyphenolgehalt, der die Oxidation des Bieres deutlich reduziert und so zu einer besseren Haltbarkeit beiträgt. Aber warum ist es angesichts seiner außergewöhnlichen Eigenschaften nicht weiter verbreitet? Ganz einfach: Weil unser Saazer Bier fein und komplex ist.
Die Erträge sind mittelmäßig bis gering, die Zapfen klein und leicht, und die Pflanze ist sehr anfällig für verschiedene Krankheiten. Das ist natürlich nicht förderlich für den ökologischen Landbau. Hinzu kommt, dass die Saazer Sorte nicht besonders anspruchsvoll ist; sie gedeiht nur (oder fast nur) in ihrem eigenen Boden und Klima.
Charakteristika : Blumig, Kräuterig, Erdig, Gewürze
Verwendung : Pils, Lager, Kolsh, Weizen, Pale Ale
Säuren :
- Alpha: 2,5 – 4,5 %
- Beta: 4-6%
- Cohumulon: 23-26%
Gesamtölgehalt : 0,4–0,8 ml/100 g
Mögliche Alternativen : Tettnanger oder Spalter Select
Herkunft : Tschechische Republik Hopfenart : Aromatisch Form : Pellets






